Die Aurorafalter
Diese tagfliegenden Schmetterlinge gehören zur Familie der Weißlinge. Ab April schlüpfen die Aurofalter aus ihren Puppenhüllen und fliegen anschließend auf feuchten Wiesen, Waldrändern oder lichten Stellen im Wald. In den folgenden Wochen kommt es zur Paarung zwischen Männchen und Weibchen und ab Mai legen die Weibchen ihre Eier einzeln, vorwiegend an Wiesenschaumkraut oder Knoblauchsrauke, ab. Von den Blüten, Fruchtständen und evtl. den Blättern dieser Pflanzen ernähren sich die Raupen wenn sie einige Tage später aus dem Ei schlüpfen. Nach wochenlangem Fressen suchen sie sich dann ein Plätzchen auf einer Pflanze, wo sie sich verpuppen, so dass wir ab August keine Aurorafalter-Raupen mehr finden können. Die Schmetterlinge sterben bereits im Juni. Erst im nächsten Frühjahr, wenn es nach dem Winter wieder warm wird werden sie uns erneut erfreuen.
Beide Geschlechter des Aurorafalters sind an der Unterseite ihrer Flügel zu erkennen. Diese ist weiß mit auffälliger gelb-grün-schwarzer Fleckung. In Ruhestellung klappen sie ihre Flügel zusammen.
Das Männchen ist außerdem unschwer an seinen zur Hälfte orangegefärbten Vorderflügeln zu erkennen. Bei dem oberen Foto handelt es sich um ein Männchen auf einer Knoblauchsrauke, kaum sichtbar schimmert das orange der Flügel hindurch.
Hier nun die Flügeloberseite eines Aurora-Weibchens, die nur schwer von anderen Weißlingarten zu unterscheiden ist. Dieses Exemplar saugt gerade Nektar am Wiesenschaunmkraut. Auf dem Foto daneben kann man gerade noch erkennen, dass es die typisch gefleckte Flügelunterseite hat, wie die Männchen.
Nun ein Aurorafaltermännchen von oben. Wie schmal doch so ein Schmetterling ist...und wie wenig er auffällt...
Die Facettenaugen der Schmetterlinge setzen sich aus zahlreichen Einzelaugen zusammen, darum sehen sie ein Bild das aus ganz vielen kleinen Einzelteilen besteht. Manche Schmetterlingsarten haben bis zu 900 Einzelaugen pro Facettenauge. Die Vorwölbung ihrer Augen ermöglicht es ihnen in alle Richtungen zu schauen, so können sie Bewegungen schnell wahrnehmen. Deshalb fliehen sie nicht nur vor uns so schnell, sondern auch vor ihren Fressfeinden wie beispielsweise den Vögeln, die oft von oben kommen.
Beim nächsten Bild kann man die keulenförmigen Fühler eines Auroramännchens gut erkennen. Die Fühler, auch Antennen genannt, haben bei den verschiedenen Schmetterlingsarten unterschiedlichste Funktionen und Aussehen. Sie dienen beispielsweise vielen Männchen als Geruchssinn um paarungswillige Weibchen aufzuspüren. Das können manche Männchen sogar wenn das Weibchen hunderte Meter entfernt ist. Außerdem dienen sie wohl dem Gleichgewichtssinn, dem Tastsinn und der Orientierung (Bsp.: Wanderfaltern wie Monarchfalter). Dem Weibchen sollen die Fühler helfen die richtigen Pflanzen zur Eiablage zu finden. Schließlich stellen sie die Futterquelle für die Raupen da. Darum heißen sie auch Futterpflanzen.
Beim ruhenden Aurorafalter ist der Saugrüssel nicht sichtbar. Auf den unteren Fotos vom 30 Mai fährt ein Männchen seinen Saugrüssel aus um mit ihm den Blütennektar der Knoblauchsrauke aufzusaugen. Je nach Art saugen Schmetterlinge, die einen Rüssel haben, auch andere Pflanzensäfte und Wasser.
Am 10. Mai habe ich dieses kleine orange Ei des Aurorafalters an einem Wiesenschaumkraut entdeckt. Kannst du es sehen?
Am 13. Juni fand ich diese Aurorafalter-Raupe auf einem lichten Waldweg an einer Knoblauchsrauke.
Beobachtungs-Tip: Schmetterlinge lassen sich super am frühen Sommermorgen mit Tau bedeckt oder nach einem Regen beobachten. Dann sitzen sie flugunfähig und wie erstarrt auf oder an einer Pflanze, so dass man sie ganz in Ruhe beäugeln kann.
weitere Bilder zur Raupe des Aurorafalters
weitere Bilder zum Schmetterling des Aurorafalters
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