Entwicklung eines Insekts

Entwicklung eines Insekts
Ein Käfer der im Sommer über eine Wiese schwirrt, war nicht immer ein Käfer so wie er jetzt aussieht. Er ist Wochen, Monate oder Jahre vorher aus einem kleinen Ei geschlüpft und hat dann über einen gewissen Zeitraum als Larve gelebt. Anschließend hat er sich verpuppt und nun hat er in diesem Sommer seine Puppenhülle verlassen, um als erwachsenens, geschlechtsreifes Insekt zu leben. Wie die meisten Insekten entstehen schauen wir uns nun mal etwas genauer an...

Zwei adulte, also ausgewachsene und geschlechtsreife Insekten der gleichen Art finden sich zur Paarung ( auch Kopulation genannt) zusammen. Dabei kommt es zur Befruchtung der Eier des Weibchens.

Das Ei
Die Insektenweibchen legen ihre Eier dort ab, wo die Larve nach dem Schlupf aus dem Ei artspezifisches Futter findet. Dabei sind einige auf bestimmtes Futter angewiesen andere weniger. Das kann beispielsweise unter Blättern, an Halmen, in/auf der Erde, in Wasser, in Holz oder in Spalten einer Borke sein. Das ist je nach Insektenart sehr unterschiedlich. Die Eier variieren je nach Art in Anzahl, Größe, Farbe und Gestalt (rund, flach, oval,..). Im Ei entwickelt sich der Embryo zur Junglarve, die dann schlüpft.

Die Larve
Vorweg ist es wichtig zu wissen das alle Insektenarten in ihrer Entwicklung die vollkommene Metamorphose oder die unvollkommene Metamorphose durchlaufen.
Bei der vollkommenen Metamorphose unterscheiden sich die Larven in Körperbau und Wesensart deutlich von den ausgewachsenen Tieren (Imagos). Raupen des Tagpfauenauges ernähren sich beispielsweise von Brennesseln, der Schmetterling hingegen saugt Blütennektar. Außerdem gibt es in ihrem Entwicklungszyklus das Puppenstadium, im Anschluss an das Larvenstadium. Wenn sich eine Larve verpuppt hat nimmt sie keine Nahrung mehr zu sich und bewegt sich kaum in ihrer Puppenhülle. Eine Puppe ist wie eine Zauberkiste...denn in ihr verändert sich die Larve zur Imago, dem ausgewachsenen Insekt, das schließlich zu gegebener Zeit schlüpft. Hierzu zählen Schmetterlinge, Wespen, Bienen, Ameisen, Käfer, Fliegen, Hautflügler und Zweiflügler. Bei Käferlarven die sich nährstoffarm ernähren kann die Entwicklung vom Ei bis zur Imago mehrere Jahre dauern.

Bei der unvollkommenen Metamorphose gibt es den Entwicklungsschritt der Verpuppung nicht. Die Entwicklung beläuft sich nach dem Schlüpfen der Larve aus dem Ei auf mehrere Häutungsstadien, wobei sich Larve und Imago vom Körperbau her schon sehr ähnlich sehen. Allerdings wachsen die Larven noch in der Größe und sie verändern mitunter ihre Farbe oder Zeichnung. Dadurch ist mir die Bestimmung von Wanzen schon manches mal sehr schwer gefallen, von Heuschrecken gar nicht erst zu sprechen. Mit etwas Glück und Adleraugen findet man an Ort und Stelle ein ausgewachsenens Tier. Bei der Häutung wird unter der alten Haut eine Neue entwickelt und die Alte schließlich abgestreift. Nach der letzten Häutung entsteht direkt das erwachsene Insekt. Meist fressen die Larven dasselbe wie die Imago und haben auch eine gleiche Lebensweise. Zu dieser Gruppe gehören Heuschrecken, Grillen, Schaben, Ohrwürmer und Wanzen. Jedoch gibt es hier auch Ausnahmen, nämlich beispielsweise die Libellen, deren Larven im Wasser leben.

Die Larven der Schmetterlinge werden Raupen genannt

Informationen und Begriffserklärungen zu Insekten

Imago: Eine Imago ist das erwachsene, geschlechtsreife Insekt, auch Vollinsekt genannt. Die Imago entsteht nach der Verpuppung oder der letzten Häutung.

Die Larven von Fliegen nennt man Maden, von Schmetterlingen Raupen und von Maikäfern Engerlinge. Sie können viele oder gar keine Beine haben und im Wasser oder an Land leben.   Die Nahrung, Lebensweise, oder der Lebensraum von Larven muss nicht mit der der Imago (dem ausgewachsenem Insekt) übereinstimmen. Das Larvenstadium kann durchaus viel länger sein als das Leben des schließlich erwachsenen Insekts. Beim Puppenstadium handelt es sich um die letzte Phase der Larve zum ausgewachsenem Insekt. Dafür verpuppt sich das Insekt und eine Ruhephase beginnt, in der es nicht frisst und sich kaum oder garnicht bewegt. Währenddessen entwickelt die Larve in der Puppenhülle den nach Art imagotypischen Körper, die dazugehörigen Organe und Beine, Augen, Mundwerkzeuge und Flügel. Einige Larven (beispielsweise einige Nachtfalter) fertigen sich zur Verpuppung ein Gespinst aus Spinnseide an, das Kokon genannt wird und sie umhüllt. Das Puppenstadium findet nur bei Insekten statt, welche die vollkommene Metarmorphose durchlaufen.

Metamorphose= Verwandlung

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