Diese Käferart ist 10-16mm lang und ernährt sich am Boden räuberisch von Schnecken. Dabei können sie Ihren Kopf ins Schneckengehäuse stecken, wenn sich die Schnecken einziehen. Nach dem er sie mit Verdauungssäften beträufelt hat beginnt er sie zu verzehren. Auch die Larven leben auf dem Boden und ernähren sich von Schnecken. Ihre Verpuppung findet im Boden statt. Diesen Käfer habe ich anfang Juni fotografiert, ansonsten ist mir seine Erscheinungszeit nicht bekannt.
Die Eichel mit dem Loch fand ich im Februar. Im Jahr zuvor, als diese Eichel noch als unreife Frucht am Baum hing, hatte ein Eichelbohrerweibchen ein oder zwei Eier mittels ihres Rüssels gelegt. Während die Eichel wächst verschießt sich dieses Loch wieder. Aus jedem Ei ist eine Larve geschlüpft und hat sich in der Eichel vom Eichelkern ernährt. Die Eichel ist dann im Herbst abgefallen und die Larven haben sich rausgenagt um in die Erde zu kriechen und dort zu überwintern. Nach dem Winter Verpuppten sie sich und schlüpften ab Mai als ausgewachsene Eichelbohrer.
Bei Störung und Gefahr können diese Tiere ihre Beine, Antennen und Mundwerkzeuge in Furchen einziehen (sieht dann noch mehr wie eine Pille aus). Sie sind darin so geschützt, dass sie mitunter gefressen werden können und sogar wieder ausgeschieden ohne verdaut zu werden. Diese Pillenkäfer fressen Moos und überwintern als erwachsenes Tier. Die Larven leben unterirdisch unter Moosen von deren Wurzeln sie sich ernähren.