Diese Edelfalter, mit ihren besonders schön gezeichneten Flügelunterseiten, gehören zu den Wanderfaltern. Jährlich beginnt ihre Reise in Afrika. Von dort aus fliegen sie mit Hilfe des Windes bis in den Mittelmeerraum, wo sie sich fortflanzen. Diese Nachkommen fliegen dann schließlich bei uns ab frühstens Mai ein und bringen noch einmal unter günstigen Umständen bis zu 2 Generationen hervor, wobei die der Ersten im Sommer schon wieder südwärts ziehen. Im September verlassen uns die restlichen Distelfalter und fliegen gen Süden. Sie ziehen hin und her weil es im Süden im Sommer zu trocken wird und sie dort folglich keine Futterpflanzen für ihre Raupen vorfinden und nördlich wird es ihnen im Winter zu kalt.
Meiner Erfahrung nach ist er in der Region Braunschweig neben dem Tagpfauenauge der häufigste größere Falter. Distelfalter treffe ich eher auf trockenem Gelände, auf grünen Wiesen und häufig auf den Bauernblumenfeldern zum selber pflücken. Zum sonnen setzt er sich oft, wie so viele Schmetterlinge, auf Wege, wo er sich gut beobachten lässt. Er hat eine geringe Fluchtdistanz, dass man zum Fotografieren schön nah an ihn rankommen kann. Auch wenn er auf Blüten sitzt und Nektar trinkt lässt er sich nicht so schnell stören. Ich sah diese Falter schon häufig auf Weißem Steinklee, Wiesenflockenblumen und Disteln.
Siehe auch Raupe des Distelfalters.
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