Diese schönen Edelfalter fliegen von etwa Juni-September in lichten Wäldern oder in Waldnähe. Sie erreichen eine Flügelspannweite von 55-65mm. Auf der Oberseite der Vorderflügel lassen sich Männchen von Weibchen gut unterscheiden: die Männchen haben dort 4 dunkle Streifen, sogenannte Duftschuppenstreifen an denen sich die Weibchen orientieren. Besonders stark ausgeprägt ist jeweils der dritte Streifen.
Das Weibchen des Kaisermantels legt im Spätsommer ihre Eier in größeren Abständen in kleine Nischen von Rinden(bzw. Borken) an Stämmen ab. Vorher hat sie durch das Betrommeln verschiedener Grünpflanzen geprüft ob sich die Hauptfutterpflanzen, nämlich Veilchen, in der Nähe befinden. Beim Betrommeln stellt sie anhand des Duftes der jeweiligen Pflanze fest, ob es die richtige Futterpflanze ist. Die Überwinterung findet entweder im Ei statt oder nachdem die Raupe geschlüpft ist, indem sie sich an Ort und Stelle einspinnt. Nach der Überwinterung kriecht die Raupe los und sucht sich die Veilchen. Im Mai/JUni verpuppt sie sich.
Am 10.Juli gegen 12:00 Uhr konnten wir insgesamt 11 männliche Kaisermäntel an einer lichten Stelle im Wald ausmachen, die den Nektar der Bromberblüten saugten. Etwas entfernt sahen wir ein weibliches Exemplar in einer braunen Farbform mit leicht blau schimmerndem Körper: Argynnis paphia f. valesina.
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